MAASTRICHT - Nordbrabant und Limburg vergeben die Ausschreibung für ein neues Ladenetz in ihren Provinzen an Vattenfall. Damit werden in den nächsten vier Jahren nicht nur bis zu 8.000 zusätzliche Ladepunkte realisiert, sondern auch Innovationen wie Smart Charging und der proaktive Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Mittelpunkt gestellt.
Der Ausbau des Netzes für das Aufladen von Elektroautos ist notwendig, da die Verbreitung von Elektroautos zunimmt. In Nordbrabant und Limburg wurden Anfang 2020 19.600 bzw. 2.500 vollelektrische Pkw gezählt. Das Beratungsunternehmen APPM hat im Rahmen der National Charging Infrastructure Agenda errechnet, dass diese Zahl im Jahr 2025 auf 86.000 bzw. 21.000 und fünf Jahre später auf 309.000 bzw. 130.000 steigen wird.
Proaktive Platzierung
Die Provinzen Nordbrabant und Limburg haben bereits seit 2017 eine gute Zusammenarbeit mit Vattenfall im Bereich des Stromladens. Hier hat Vattenfall zum ersten Mal erfolgreich die Mindestabnahmeverpflichtung eingeführt - ein Anreiz zur Bekämpfung der Lebensdauer von Ladestationen. In der neuen Ausschreibung arbeiten die Parteien gemeinsam an einer proaktiven Platzierung, damit die Fahrer bereits eine Ladestation in der Nähe haben, bevor sie ihr Elektroauto beim Händler abholen.
Dieser sogenannte proaktive strategische Rollout von Ladepunkten erfolgt mithilfe des SparkCity-Modells, das gemeinsam mit der TU Eindhoven und der HvA entwickelt wurde, um den Ladebedarf pro Gebiet in einem Radius von 250 Metern zu ermitteln. So wird in Absprache mit den 65 an der Ausschreibung beteiligten Gemeinden, ihren Einwohnern und Enexis Netbeheer ein Plan für den effizienten und proaktiven Ausbau des Ladenetzes erstellt, der auf dem erwarteten Bedarf an Ladesäulen basiert. Dadurch wird es für viele Fahrer von Elektrofahrzeugen in Zukunft unnötig sein, eine separate Ladestation zu beantragen. Außerdem kann so die Kapazität des Stromnetzes besser berücksichtigt werden. Neben der proaktiven Installation von Ladesäulen wird sich Vattenfall auch um Ladesäulen bei Bedarf kümmern. Wenn jemand ein Elektroauto kauft und keine eigene Einfahrt hat, kann er eine Ladestation in der Nähe beantragen, wenn nicht ohnehin eine vorhanden ist. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Ladeinfrastruktur kein Hindernis für das elektrische Fahren ist.
Neuerungen
In der neuen Ausschreibung gibt es viel Raum für Innovationen an den Ladestationen, zum Beispiel durch intelligentes Laden mit Flexpower, einer bewährten Methode, die Vattenfall bereits in Amsterdam einsetzt, um auf zusätzliche Sonnen- oder Windenergie bei gutem Wetter zu reagieren. Vattenfall verwirklicht auch die Möglichkeit der freien Wahl des Energieversorgers an der Ladestation - ein neues Konzept, das von Enexis Netbeheer und der Tochtergesellschaft Enpuls entwickelt wurde. Eine weitere Initiative, die in Nordbrabant und Limburg entwickelt wird, ist das freihändige Laden und Bezahlen, d.h. ohne Ladekarte. Darüber hinaus untersucht Vattenfall gemeinsam mit den beteiligten Kommunen, an welchen stark frequentierten Orten es sich lohnt, eine Ladesäule einzurichten.

