Die Supermärkte haben in der zweiten Märzwoche mehr verkauft als in der Woche vor Weihnachten, der traditionell umsatzstärksten Woche in den niederländischen Supermärkten. Die Verkäufe waren um 11 Prozent höher, schreibt Statistics Netherlands (CBS) am Montag. Die Verkäufe in der Woche 11 (9. bis 15. März) waren 35 Prozent höher als in der gleichen Woche des letzten Jahres.
Der Absatz von haltbaren Produkten wie Reis, Nudeln und Gemüsekonserven wie Tomaten in Dosen ist prozentual besonders stark gestiegen. Unter allen Lebensmitteln war der Umsatzanstieg bei Reis mit über 150 Prozent am höchsten. Dieser Umsatz war damit mehr als 2,5 mal höher als in einer normalen Woche.
Die niederländischen Verbraucher kauften auch viel mehr Handseife und Toilettenpapier. Die Verkäufe von Handseife haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verfünffacht, die von Toilettenpapier verdoppelt.
Der Ausbruch des Coronavirus und die darauf folgenden Maßnahmen haben bei einem Teil der niederländischen Bevölkerung Ängste ausgelöst. Diese Gruppe ging dann zum Horten über, was zu leeren Regalen in den Supermärkten führte.
Mehrfache Aufforderungen der Supermärkte, des Branchenverbands CBL und sogar von Ministerpräsident Mark Rutte, dies zu unterbinden, führten nicht zu einem Rückgang des Hortungsverhaltens. Tatsächlich erklärten die Supermarktketten erst am Donnerstag (12. Woche) im Gespräch mit NU.nl, dass immer noch viel mehr los sei als sonst.

