Das Unternehmertum gibt mir die Möglichkeit, das Hotel Maashof weiterzuentwickeln".
Die Erfolgsgeschichte der Familie Beurskens beginnt am 12. Juli 2000, als die Brüder Rob und Jack zusammen mit Vater Jac und Mutter Maria auf einer ehemaligen Wiese im Boekend-Kern von Blerick eine parkähnliche Anlage mit vier großen Forellenteichen eröffnen. Fast 25 Jahre später hat sich der Familienbetrieb zu einem beliebten Gastgewerbe- und Erholungsunternehmen entwickelt, dessen Herzstück das Hotel Maashof mit 85 Zimmern ist.
Grund genug für den Vorstand des Lodewijk van der Grinten (LvdG) Preises, Rob Beurskens - als Aushängeschild des Unternehmens - für diese Auszeichnung zu nominieren. "Ich habe verschiedene Vorstandsämter inne und die Ausschussmitglieder haben bei dieser Ernennung eine Ausrede benutzt. Es sollte um die neueste Ausstellung von Evert Thielen im Museum van Bommel van Dam gehen", beginnt Beurskens seine Geschichte.
Enorme Wertschätzung
Neben verschiedenen Vorstandsposten sind er und das Unternehmen Mitglied von Ondernemend Venlo und nehmen seit Jahren an der Preisverleihung teil. "Natürlich ging mir manchmal durch den Kopf: Was mache ich, wenn sie mich fragen? Deshalb empfand ich diese Nominierung als eine große Ehre. Meine Antwort war eigentlich sofort klar: Ja, natürlich." Dennoch bat Beurskens um eine Nacht Bedenkzeit, weil er nicht gerne im Rampenlicht steht. Allerdings, so Beurskens, sei es auch wichtig für ein bisschen zusätzliche Bekanntheit des Maashofs. "Ich betrachte es daher als eine große Anerkennung für das, was wir hier in den letzten 25 Jahren erreicht haben", sagte er.
Ich betrachte diese Nominierung als eine große Anerkennung für das, was wir hier in den letzten 25 Jahren erreicht haben.
Inspiration und Energie
Unternehmertum ist für Beurskens wichtig. Der Maashof verfügt jetzt über ein großes und professionelles Team, das ihm genügend Zeit gibt, sich und das Unternehmen weiterzuentwickeln. Schließlich ist der Maashof viel mehr als nur ein Hotel. "Ich lasse mich inspirieren, indem ich andere Hotels besuche und Fachzeitschriften lese. Auch im Urlaub im In- und Ausland schaue ich mir an, wie die Kollegen ihren Betrieb führen. Ich denke über Konzepte nach, über die Art und Weise, wie das Frühstück präsentiert wird, über den Kontakt mit den Gästen und so weiter. Ich bin eigentlich immer dabei." Beurskens weiß aus eigener Erfahrung, dass ein großer Teil der Gäste ein geschäftiges und hektisches Leben führt. Sein Ziel auf dem Maashof ist es, Ruhe und Entspannung in einer natürlichen Umgebung zu bieten. "Es macht mir Spaß, mit Menschen umzugehen und dafür zu sorgen, dass sich die Gäste wohl fühlen. Das gibt mir Energie."
Omdenken
Viele Entwicklungen, die das Familienunternehmen seit dem Jahr 2000 durchlaufen hat, stehen in irgendeiner Weise im Zusammenhang mit dem Umdenken, dem zentralen Thema dieses Jahres. "Stimmt. Daran arbeitet man als Unternehmer immer. Als Familie mussten wir zum Beispiel Ende der 1990er Jahre wegen des Baus der A73 Süd umziehen. Das führte zum Kauf dieses Grundstücks rund um die vier Forellenteiche und zur Verwirklichung eines kleinen Gastronomiebetriebs in einem Holzchalet. Inzwischen ist daraus ein großer Gastronomie- und Erholungsbetrieb geworden. Die ersten Hotelzimmer haben wir 2011 realisiert, ein Jahr vor der Eröffnung der Floriade. Sie reagieren immer auf Entwicklungen und Herausforderungen. Das erfordert jedes Mal eine Form des Umdenkens. Auch andere Erweiterungen wie weitere Hotelzimmer, ein Wellnessbereich, der Kauf von rund 500 E-Choppern, die nun in ganz Limburg und Nordbrabant vermietet werden, sowie der Kauf eines Fitnessstudios sind durch eine Form des Umdenkens entstanden."
Derzeit arbeitet er wieder mit seinem Bruder Jack an neuen Entwicklungen, z. B. an der Aktualisierung des Hausstils und der Website sowie an der Renovierung des Eingangs, des Restaurants und der Tagungsräume. Alles mit dem Ziel, den Gästen noch mehr Komfort zu bieten. "Nehmen wir die Übernahme des Fitnessstudios vor zwei Jahren. Ein Mehrwert sowohl für unsere Gäste als auch für das Team. Beide können diese Einrichtungen nutzen und das macht uns als Unternehmen noch unverwechselbarer."
Wie bereits erwähnt, hat Beurskens verschiedene Vorstandsämter inne, unter anderem bei Koninklijke Horeca Nederland, Venlo Convention Bureau, Steering Group Toeristisch Recreatief Actieprogramma und Dörpsgeneete. Außerdem sponsert er verschiedene soziale/kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen. "All diese Kontakte sind für mich als Unternehmer wichtig. Man kommt an verschiedene Orte und lernt viele Menschen kennen. Es ist wichtig, sich um die Gemeinschaft zu kümmern. Schließlich ist Unternehmertum nicht etwas, das man nur für sich selbst tut."
Text: Rob Buchholz - Fotografie: Bram Becks

